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Suchmaschinen-Spam

Unter Suchmaschinen-Spam versteht man unerlaubte Methoden der Suchmaschinenoptimierung, die darauf ausgelegt sind, die natürlichen Suchergebnisse so zu beeinflussen, dass die Webseiten unter bestimmten Suchbegriffen besser gelistet werden, als sie es eigentlich auf Grund ihrer Relevanz verdient hätten.

Nachgenannte Methoden werden von den meisten Suchmaschinen problemlos erkannt und sind nicht zulässig.

  1. Versteckte Texte oder Links.
    Bei dieser Spam-Methode werden auf der Webseite Texte platziert, die zwar von der Suchmaschine erfasst werden sollen, aber für den Menschen nicht sichtbar sind.

    Zum Beispiel:

    • weiße Schrift auf weißem Hintergrund

    • schwarze Schrift auf weißem Hintergrund, dazwischen ein schwarzes Hintergrundbild

    • ein Text, der sich zwar von der Farbe vom Hintergrund abhebt, jedoch durch eine ausgelagerte CSS-Datei so klein gemacht ist, dass er nicht zu erkennen ist

    • ein Text mit CSS ausblenden

    • ein versteckter Textblock hinter einer verschiebbaren Ebene (Layer)

    • ein versteckter Textblock hinter einem Frame

    • ein versteckter Textblock in einem klein gemachten Formularfeld

    • Texte außerhalb des lesbaren Bereichs, z. B. auf der Startseite, Texte die so weit nach unten geschoben sind, dass der Betrachter dort gar nicht mehr hinscrollt, weil er denkt, die Seite ist oben drüber schon fertig.

    • Texte außerhalb des scrollbaren Bereichs, weil z. B. der Scrollbalken mit CSS unsichtbar gemacht wurde. Der Betrachter meint dann, die Seite bestünde nur aus dem was er im Bildschirm vor sich hat. In Wirklichkeit kommt unten noch einiges an Text.


  2. Versteckte Webseiten.
    Webseiten die meist nur über versteckte Links zu erreichen sind und die mit Bildern und Texten für Suchmaschinen optimiert sind und sofort auf eine andere Webseite weiterleiten. Diese Seiten bezeichnet man als Doorway-Pages. Häufig werden sie auch als Satelitenseiten, Zusatzseiten, ausgelagerte Seiten bezeichnet. Auch der Begriff "Landingpage" wird für solche Spamseiten gerne mal verwendet.
    Generell gilt, dass jede Seite, die nicht für Menschen gemacht worden ist, sondern nur um die Suchmaschine zu täuschen, eine Doorway-Page im Sinne des Suchmaschinen-Spams ist.

  3. Übermäßige Verwendung von Suchbegriffen in den Texten.
    Gestaltet ein Webseitenbetreiber seine Seitentexte so, dass der Suchbegriff übermäßig häufig darin vorkommt, kann auch dies ein Versuch von Suchmaschinen-Spam sein.
    Dies ist jedoch eine Grauzone, da viele Webseiten, die sich nur mit einem Thema beschäftigen, gar nicht anders können, als den Suchbegriff häufig zu erwähnen, z. B. bei einer Shopseite die 20 Artikel vorstellt, die alle Parfüm sind. In diesem Fall kann es vorkommen, dass auf der Webseite zwanzigmal das Wort Parfüm steht und es ist trotzdem kein Suchmaschinen-Spam.

  4. Falsche Bildbezeichnungen oder unzutreffende und zu lange Alternativtexte für Bilder.
    Spam liegt auch vor, wenn die Alternativtexte für Bilder übermäßig ausgefüllt werden oder gar kleine Trennpixelbilder z. B. abstand-1x1.gif mit Alternativtexten versehen werden.

  5. Cloaking.
    Dies ist eine Technik bei der der Suchmaschine während dem Scannvorgang eine andere Webseite zurückgegeben wird, als wie dem normalen Betrachter.
    Technisch wird dies dadurch realisiert, dass die Webseiten so programmiert werden, wenn eine IP-Adresse einer Suchmaschine die Seiten aufruft, diese automatisiert auf einen anderen Seiteninhalt umschaltet.

  6. Gästebuch- oder Forum-Spam.
    Da Suchmaschinen die Webseiten auch nach der Anzahl der eingehenden Links beurteilen, wird bei dieser Spam-Methode in Gästebüchern und Foren Links zu der Ziel-Webseite hinterlassen. Sofern der Eintrag vom Gästebuch- oder Forumbetreiber nicht gelöscht wird, hat der Suchmaschinen-Spamer nun einen eingehenden Link und somit mehr Linkpopularität für seine Seite erwirkt.
    Seit 2005 wurde von den Suchmaschinenbetreibern das "nofollow" Attribut für Links eingeführt. Mit diesem Attribut kann der Gästebuch- oder Forumbetreiber automatisiert Textlinks als "nicht relevant" kennzeichnen. Damit wird diese Spam-Methode für den Spamer uninteressant.

Links zum Melden von Suchmaschinen-Spam

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